Alle Artikel von Blogmoderatorin Antonia Stahl

Vortragsreihe: Diversity im Hochschulkontext

Zwischen dem 17. und dem 21. Mai 2021 findet eine Online-Vortragsreihe statt, in der Forschende und Fachleute zu unterschiedlichen Aspekten rund um Diversität und Diskriminierung im Hochschulbereich sprechen. Entwickelt und koordiniert wurde das Gemeinschaftsprojekt von den Diversitätsbeauftragten der drei größten Kieler Hochschulen. Alle Interessierten sind herzlich willkommen, eine Anmeldung vorab ist für die Teilnahme erforderlich.

Anlässlich des neunten Deutschen Diversity Tages laden die Diversitätsbeauftragten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Fachhochschule Kiel und der Muthesius Kunsthochschule herzlich zu acht online Veranstaltungen ein. Darin sprechen in der Woche vom 17. bis zum 21. Mai Forschende und Expert*innen zu unterschiedlichen Aspekten der Diversitäts- und Antidiskriminierungsarbeit. Auf dem Programm stehen unter anderem Workshops zu geschlechtlicher Vielfalt für Lehrende, deutsch- und englischsprachige Vorträge zu Kolonialismus, Klimagerechtigkeit und Autismus für alle Interessierten und eine AGG-Schulung für Beschäftigte. Eine Lesung zum Thema Identität mit der Autorin Dr. Mithu M. Sanyal rundet das Programm ab.

Für die kostenfreie Teilnahme an den Veranstaltungen ist eine Anmeldung über Eventbrite erforderlich: https://diversityvortragsreihe.eventbrite.de.

 


Programmübersicht

Montag, 17. Mai

9.00 bis 13.00 Uhr, Workshop: Geschlechtliche Vielfalt in der Lehre

17.00 bis 18.30 Uhr, Vortrag: Geschlechtliche Vielfalt – Empowerment und Allyship

Dienstag, 18. Mai

12.00 bis 13.30 Uhr, Inhouse-Schulung: Nachteilsausgleiche als prüfungsrechtliche Bausteine einer inklusiven Hochschule

15.00 bis 16.30 Uhr, Vortrag: Autismus – na und? Abseits der Norm, aber enorm in Ordnung!

17.00 bis 18.30 Uhr, Vortrag: Epistemologies of Memory (lecture will be held in English)

Mittwoch, 19. Mai

9.00 bis 12.00 Uhr, AGG-Schulung: Mit Recht gegen Diskriminierung und zu mehr Vielfalt im Arbeitsleben

Donnerstag, 20. Mai

17.00 bis 18.30 Uhr, Vortrag: No Climate Justice without Intersectional Justice! (lecture will be held in English)

Freitag, 21. Mai

15.00 bis 16.30 Uhr, Lesung mit Dr. Mithu M. Sanyal: Identitti

 

KraftTankStelle für Klimawandel-Engagierte

Unter dem Motto „Wandel fängt mit Bildung an!“ findet im Mai die vierte Public Climate School (PCS) in Deutschland statt. Das breit angelegte Veranstaltungsprogramm zielt darauf ab, mehr Klimabildung an die Schulen, Hochschulen und in die Gesellschaft zu bringen. Im Rahmen der PCS findet am 19. Mai auch eine Online-Sprechstunde der besonderen Art statt.

Als KraftTankStelle haben Frauke Godat (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel), Josef Wengerter (Frankfurt University of Applied Sciences) und Christian F. Freisleben (FH St. Pölten) diese Sprechstunde konzipiert, die allen Interessierten offensteht. Dort kommen achtsamkeitsbasierte Methoden zum Einsatz, um die Teilnehmenden näher zusammenrücken zu lassen und ihre Kreativität zu befeuern. Mit einem Blick auf persönliche Ressourcen entwickeln die Teilnehmenden anschließend gemeinsam Ideen, um sich im eigenen Umfeld für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen.

Ort: online via Zoom https://uni-kiel.zoom.us/j/65435061826 
Wann: Mittwoch, 19. Mai 2021, 16:00-18:00
Die Public Climate School wird vom 17.05. – 21.05.2021 als Teil der BNE-Wochen der UNESCO-Komission veranstaltet.

Belletristische Manuskripte gesucht

Das Studierendenprojekt „UNGEBUNDEN.“ an der Ruhr-Universität Bochum ruft Autor*innen zur Einreichung belletristischer Texte in deutscher Sprache auf. Ein halbes Semester lang haben die Bochumer Teilnehmenden die theoretischen Grundlagen der Arbeit einer Literaturagentur im Uniseminar kennengelernt; bald folgt die Praxisphase, in der die Studierenden die Einreichungen selbst redigieren und begutachten. Einsendeschluss für Manuskripte ist der 04. Juni 2021.

Mehr erfahren Sie im projekteigenen Blog:

Willkommen

Virtueller Study Buddy für den Studienbeginn

Handlich und hilfreich: Mit der neuen WebApp „Moin CAU“ steht Erstsemesterstudierenden ein virtueller Study Buddy zur Seite, der sie beim Studieneinstieg unterstützt. Von den wesentlichen Ansprechpersonen und Online-Plattformen bis hin zu wichtigen Tools und Tipps fürs erfolgreiche Ankommen im Studium bündelt die Applikation die wichtigsten Informationen für einen gelungenen Start an der CAU – gerade zu Pandemiezeiten mit rein digitaler Lehre.

Umgesetzt wurde die neue WebApp von der Softwareentwickler-Agentur UXMA. Fotos: UXMA

Mit individualisierten Features wie To-Do-Listen oder Notizen, die sich in die App einbinden lassen, nebst interaktiven Karten zur besseren Orientierung auf dem Campus kann sie sogar Studierenden höherer Semester noch als nützliches Werkzeug dienen. Gefördert wurde die Entwicklung der Applikation aus Mitteln des Ministeriums für Bildung und Forschung unterv dem Förderkennzeichen 01PL17068 im Rahmen des  Projekts erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe) und in Kooperation mit der zentralen Universitätsbibliothek der CAU.

Ab dem 15. April 2021 ist die neue App „Moin CAU“ unter folgendem Link abrufbar: moin.uni-kiel.de.

 

Warum haben Sie die neue App eigentlich entwickelt?

Marc Sinnewe: Natürlich stand ganz oben auf der Liste unserer Zielsetzungen, Studierenden den Einstieg ins Studium an der CAU nach Möglichkeit zu erleichtern. Dabei sollte unsere neue App zugleich möglichst handlich und intuitiv bedienbar ausfallen. Im Fokus standen Antworten auf Fragen, die Studierende unterwegs haben könnten. Was heißt es, an der Kieler Universität zu studieren? Wie organisiere ich mich im Studium? Welche Tipps gibt es für digitale Semester? Aber auch: Wie komme ich von A nach B – und wo finde ich beispielsweise barrierefreie Zugänge?

 

Catharina Jerratsch, Sie haben bereits viele Jahre in der Studieningangsphase mit Studierenden zusammengearbeitet. Trifft das die Bedarfe, die Sie dort beobachtet haben?

Catharina Jerratsch: Ja, absolut! Es ist eine unglaubliche Umgewöhnung von der Schule zum Studium. Auch wenn man in der Oberstufe schon eigenständig gearbeitet hat, wird man in der Schule dabei doch noch an die Hand genommen. Im Hochschulkontext wird man im Vergleich ins kalte tiefe Wasser geschmissen und muss plötzlich alles alleine herausfinden und organisieren.

Ich habe selbst nicht in Kiel studiert – aber auch aus Angestelltensicht finde ich sehr komplex, wofür ich mich beispielsweise in welchem Online-System wie und mit welchen Daten anmelden muss oder, speziell zurzeit, wie man online lernt. Da ist so eine App, die einem einen groben Überblick liefert, sehr hilfreich – gerade natürlich jetzt zu Coronazeiten, weil man nicht an der Uni sein und einfach jemanden aus einem höheren Semester danach fragen kann, wie die Dinge funktionieren.

 

 

Marc Sinnewe: Die Rückmeldungen, auf deren Basis wir die App gestaltet haben, kamen auch unmittelbar von Studierenden. Außerdem haben wir natürlich mit ganz vielen relevanten Einrichtungen der CAU gesprochen, deren Erfahrungswerte wir mit eingebunden haben. Hinzu kommt, dass unser Campus nicht ganz so klein und übersichtlich ist und dass die CAU sehr viel zu bieten hat. Das spiegelt auch unsere Website wider, die sehr umfangreich daherkommt. Genau deshalb ist es so hilfreich, eine leichte kleine Ergänzung für die Hosentasche dabeizuhaben, die mal eben die notwendigen Informationen auf einen Blick liefert.

 

Es birgt im Entwicklungsprozess wahrscheinlich einige Herausforderungen, all die vielen relevanten Informationen so zu bündeln, dass am Ende eine schmale, elegante Applikation entsteht…

Marc Sinnewe: Eine wesentliche Herausforderung für uns war der Faktor Zeit: Um ein Projekt in dieser Größenordnung binnen drei Monaten, die uns dafür zur Verfügung standen, auf die Straße zu bringen, mussten wir mit agilen Methoden arbeiten. Rückblickend betrachtet muss man sagen, dass die intensive Einbindung unserer drei wissenschaftlichen Hilfskräfte ganz wesentlich zum Gelingen des Projektes beigetragen hat. Die Hilfskräfte konnten die studentische Perspektive einbringen – und haben die Ersti-App zudem ganz schnell zu einem Herzensthema gemacht. Und das sieht man dem Ergebnis an: Dass es authentisch von Studierenden für Studierende ist.

Ergänzend findet noch ein Nutzer-Experience-Test statt, bei dem weitere Studierende nach erstmaliger App-Nutzung befragt werden. Deren Feedback wiederum wird anschließend final umgesetzt.

 

Catharina Jerratsch, auch Sie konnten schon erste Einblicke in die neue App erheischen – auch wenn sich die Applikation zurzeit noch in der finalen Testphase befindet. Wie ist Ihr Eindruck?

Catharina Jerratsch: Ich fand sie wirklich gut und unkompliziert in der Darstellung, ich glaube, da kann man sich intuitiv zurechtfinden. Jetzt bin ich sehr gespannt, wie das letzte Feedback umgesetzt wird. Noch viel gespannter bin ich aber, wie die App ab Mitte April von den neuen Studierenden angenommen wird.

 

Wie sind da Ihre Erwartungen, Marc Sinnewe? Wie könnte der Appstart laufen und wie ließe die Applikation sich womöglich auch noch weiterentwickeln?

Marc Sinnewe: Wir wollen die App zum Start des Sommersemesters 2021 veröffentlichen, auch und gerade weil das Sommersemester ein digitales bleibt. Da ist die App jetzt gerade eine besonders wertvolle Unterstützung, um etwas mehr Identifikation und Zugehörigkeit zu ermöglichen, denke ich.

Die Features und die Inhalte werden bis dahin natürlich vollständig sind. Aber: Wer weiß, was die Zukunft bringt? Es werden ja sicherlich immer mal neue Trends oder auch Herausforderungen in der Hochschulentwicklung auf uns zukommen. Deshalb ist die App auch so konzipiert, dass sich bei Bedarf ganz einfach weitere Themen oder Kategorien einbinden lassen. Sie ist also für die Zukunft gewappnet.

Dermatologie am Küchentisch

An innovativen und zielführenden Ideen für die Lehre mangelt es der Kieler Professorin Regine Gläser auch zu Coronazeiten nicht. Bereits vor der Pandemie hatte sie gemeinsam mit ihrer Doktorandin Linda Wittbecker über ihr erstes durch den PerLe-Fonds für Lehrinnovation gefördertes Projekt dermatologische Lehrvideos an den Start gebracht, die illustrieren, was ihre Studierenden später im Beruf einmal selbst umsetzen können sollten. Während der aktuellen digitalen Semester hat die engagierte Lehrende im Rahmen einer weiteren PerLe-Förderung nicht nur neue Videos für angehende (Haut)Ärzt*innen nachproduziert, sondern auch Toolkits an Studierende versandt, mit deren Hilfe zumindest ein Teil der praktischen Lehre zuhause am Küchentisch umsetzbar ist.

Neben einer Anleitungskarte mit QR-Codes zu den verschiedenen Lehrfilmen enthielten die Toolkits alle erforderlichen Instrumente, Schaumstoff als Hautersatz und Nahtmaterial. Lediglich eine Apfelsine als Patient und Klebeband zum Fixieren musste selbst bereitgestellt werden. Die Ausschreibung zur Bewerbung für „100 Toolkits Dermatologie für kleine operative Eingriffe” erfolgte über die Fachschaft Medizin an die Studierenden aller Fachsemester. Innerhalb weniger Tage waren alle gepackten Toolkits vergriffen und auf dem Postweg unterwegs zu den Jung-Operateuren. Für zusätzliche Lernmotivation sorgte ein kleiner Fotowettbewerb, die prämierten Bilder finden sich unten.

 

„Mit dem Versand unserer OP-Toolkits an 100 Medizinstudierende haben wir offene Türen eingerannt“, sagt Professorin Regine Gläser, „die Studis konnten so zumindest von zuhause aus praxisnah arbeiten“. Die Toolkits wurden von den Doktorandinnen und Tutorinnen Linda Wittbecker und Christina Pham gepackt und versendet.

 

Mittlerweile wurde auch eine Online-Evaluation des Toolkits ausgewertet, an der 79 Toolkit-EmpfängerInnen teilnahmen! Die äußerst positiven Ergebnisse werden Gläsers Doktorandinnen im April auf der dermatologischen Fachtagung DDG vorstellen und die kreative Idee wurde bereits an anderen Universitätsstandorten übernommen.

Die neuen Filme und ein Interview über das dermatologische Lehrinnovationsprojekt sind auf dem Fachportal juderm.de abrufbar.

Fotopreis Toolkits  – die Gewinner*innen:

 

Drehbuchschreiben – Von der Idee zum Film

Wie interaktiv und mitreißend eine Online-Workshopreihe sein kann, zeigte im Sommersemester 2020 die Veranstaltung „Drehbuchschreiben – Von der Idee zum Film“. Geleitet und organisiert wurde die Reihe von Studierenden und von einem praktizierenden Drehbuchautor. Sie bot Einblicke in den Prozess der Ideenentwicklung, des Schreibens und der Vermarktung eines Drehbuches. Dabei konnten die Studierenden eigene Ideen entwickeln und sich konstruktives Feedback von Gästen aus der Branche einholen.

Text: Anna Lena Möller (Teilnehmerin),
Franca Wißmann (Organisatorin)

Im Sommersemester 2020 fand unter Corona-Auflagen der Workshop Drehbuchschreiben – Von der Idee zum Film zum ersten Mal statt, anders als ursprünglich angedacht in digitaler Form. Rund 15 Studierende verschiedenster Fachrichtungen nahmen die Möglichkeit wahr, ihre Kenntnisse in Bezug auf das Schreiben eines Drehbuches zu erweitern. Viele von ihnen entwickelten im Rahmen des Workshops eigene Ideen (weiter).

Initiiert wurde der Workshop von den Studentinnen Laura Engelhart, Valerija Levin und Franca Wißmann. Dabei entwarfen sie ein grobes Konzept des Workshops, mit dem sie dann einen externen Referenten anwarben und die Unterstützung des Projekts erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe) gewinnen konnten. „Das Wichtigste bei der Suche nach Förderung ist es, sich nicht entmutigen zu lassen und hartnäckig zu bleiben“, sagt Laura Engelhardt rückblickend über die finanzielle Planung.

Der Workshop, ursprünglich als dreitägiger Workshop in Präsenz geplant, wurde an die neuen Bedingungen angepasst und in drei Phasen untergliedert. Dabei sah das Organisationsteam davon ab, drei Tage á Acht-Stunden-Sitzungen vor dem PC zu planen, vielmehr sollte die Konzentrationsspanne berücksichtigt werden. Es entstand eine Workshop-Reihe, die sich über zehn Wochen mit wöchentlich zweistündigen Sitzungen erstreckte. Die Kürze der Sitzungen bezweckte die volle Aufmerksamkeit aller Teilnehmenden und regte den aktiven kreativen Austausch innerhalb der Workshop-Gruppe an.

 

 

Die Reihe begleitete Drehbuchautor Marek Helsner, der die drei Phasen der Workshop-Reihe leitete und ebenfalls den Kontakt zu Gastredner Rudi Pitzel herstellte. Das Online-Format erforderte, dass die wöchentlichen Workshopimpulse via Zoom stattfanden. In der ersten Phase des Workshops ging es vor allem darum, die Grundlagen des Drehbuchschreibens zu vermitteln. Dazu zog Marek Helsner verschiedene Drehbuchbeispiele heran, zum Beispiel Der Pate, Erin Brockovick oder Homeland. Helsner nutzte die Möglichkeit, bei Zoom Filmbeispiele abzuspielen, um diese anschließend mit den Studierenden zu besprechen. Anhand der gezeigten Beispiele konnten die Studierenden Woche für Woche dramaturgische Strukturen und Charakterentwicklungen diskutieren.

In der zweiten Phase ermutigtet Helsner die Studierenden, eine Ideenskizze für einen eigenen Film zu entwerfen. Hierbei gab er den Studierenden die Aufgabe sich einen kurzen Dialog zu überlegen über ein Thema, das den eigenen Werten widerspricht. Alle Studierenden waren aufgefordert ihre Ideen zu präsentieren, sodass die anderen direktes Feedback geben konnten. Der Aufbau motivierte die Studierenden, konsequent an ihren Ideen zu arbeiten und auch bei den anderen Beiträgen aufmerksam zuzuhören. Dabei nutzten die Studierenden vielfach die Chatfunktion des Videokonferenzsystems mit zusätzlichen Kommentaren, Filmtipps oder ermutigenden Worten.

Von Schreibblockaden und Lob vom Brachenprofi

Hin und wieder kam es durch einen überlasteten Server oder eine schlechte Audioverbindung zu Schwierigkeiten im Ablauf einzelner Workshop-Tage. Die Devise dabei war stets „Ruhe bewahren und abwarten“. Meist konnten diese Probleme durch das erneute Starten der Konferenz behoben werden. Viele Studierende kamen in ihrem Ideenentwicklungsprozess einmal zu einem Punkt, an dem sie nicht weiterkamen. „Ich komme gerade nicht weiter“ oder „Ich habe gerade eine Schreibblockade und weiß nicht, wie ich sie überwinden soll“ waren Sätze, die in solchen Sitzungen fielen. Helsner ermutigte die Studierenden durch verschiedene Tipps, nicht aufzugeben und auch die anderen Studierenden standen mit Unterstützung und kreativen Einwürfen zur Seite.

Das Vorstellen und Vermarkten einer Idee war Thema der letzten Phase des Workshops. Marek Helsner gewährte dabei Einblick in seine eigenen Arbeiten und ermutigte die Studierenden, einen Pitch vorzubereiten. Dabei erklärte er die wesentlichen Elemente und Rahmenbedingungen eines gelungenen Pitches und ermöglichte allen Studierenden, das Pitchen zu trainieren. Die anderen Teilnehmenden leisteten dabei kritisches Feedback. In letzter Instanz konnten die Studierenden ihre Pitches dem Filmproduzenten Rudi Pitzel präsentieren. „Er sei von der Qualität der Arbeiten überrascht worden“, ließ er später über Marek ausrichten und „man solle an den Stoffen unbedingt dranbleiben“.

Ein solches Lob von einem Branchenprofi war für die Studierenden ein wunderbares Ergebnisbild des Workshops. Gleichzeitig ist die Arbeit an den Drehbuchstoffen noch nicht vorbei, tatsächlich liegt die eigentliche Arbeit sogar noch vor den Studierenden, denn aus den entstandenen Exposés und Pitches müssen sie nun ein Drehbuch mit griffigen Dialogen entwickeln. Womöglich wird eines dieser Drehbücher eines Tages verfilmt, aber das ist eine Geschichte für ein anderes Mal.

(Digitale) Praxis für Lehramtsstudierende

Das pandemiebedingte Distanzlernen stellt Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler vor große Herausforderungen. Darauf hat die Leibniz Universität Hannover (LUH) bereits 2020 mit dem Projekt #LernenVernetzt reagiert, in dessen Rahmen Lehramtsstudierende Lehrerinnen und Lehrer bei der (Online-)Lehre und der digitalen Lernbegleitung von Schülerinnen und Schülern unterstützen. Jetzt ist die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) als Kooperationspartnerin mit eingestiegen und bietet das Projekt ab sofort auch in Schleswig-Holstein an.

Quelle: idw Pressemeldung

Die LUH und die CAU haben am 23. Februar 2021 eine Kooperationsvereinbarung zur zukünftigen Zusammenarbeit zwischen der Leibniz School of Education (LSE) in Hannover und dem Zentrum für Lehrerbildung Kiel (ZfL) im Projekt #LernenVernetzt beschlossen. Bis Mitte Februar 2021 wurden an der LUH bereits insgesamt 83 Lehrkräfte aus 43 Schulen in Niedersachsen mit 143 Studierenden zusammengebracht. Diese engagieren sich sowohl an integrierten beziehungsweise kooperativen Gesamtschulen als auch an Gymnasien, Berufs-, Grund- und Förderschulen. Aktuell können sich Lehrerinnen und Lehrer auf dieser Website für die dritte Runde anmelden, um Unterstützung von Studierenden zu erhalten.

Ziel von #LernenVernetzt ist es, Schülerinnen und Schüler individuell in ihren Lernprozessen zu begleiten und durch den Einsatz digitaler Unterstützungsmaßnahmen das Entwickeln von Basiskompetenzen zu sichern sowie drohenden Bildungsungleichheiten kompensatorisch entgegenzuwirken. Die Lehrkräfte werden bei der Umsetzung der mit dem „Lernen zu Hause“ verbundenen Anforderungen und bei der Digitalisierung ihrer Lehr-Lern-Arrangements unterstützt. Den Lehramtsstudierenden auf der anderen Seite wird durch die professionelle Zusammenarbeit mit Lehrerinnen und Lehrern ermöglicht, in der schulischen Praxis Kernkompetenzen für das Unterrichten in der digitalen Welt zu erlangen.

#LernenVernetzt in Kiel

Fit für die wissenschaftliche Hausarbeit

In diesem Jahr findet die Lange Nacht der Hausarbeiten der Unibibliothek Kiel am 2. März statt – erstmals als rein digitale Veranstaltung. Ziel ist es, Studierende zum Thema „wissenschaftliche Hausarbeit“ fit zu machen. Alle Interessierten sind zur kostenfreien Teilnahme eingeladen.

 

In zahlreichen Workshops und Vorträgen werden praktische Tipps und Tricks zu allgemeinen Arbeitstechniken, Themenfindung, Stress- und Selbstmanagement, Schreibblockaden, Prüfungsangst oder Schaffenskrisen und deren Bewältigung vermittelt.

Der Einsatz von Arduinos in der Hochschullehre

An der Technischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) wird mit der quelloffenen Plattform Arduino ein innovatives Studieneingangsprojekt in der Elektrotechnik gestaltet. Der einfache Zugang und die vielfältigen Möglichkeiten machen Arduino jedoch auch für den kreativen Einsatz in der Lehre anderer Fachbereichen interessant. Wie das funktionieren kann, erfahren Sie in diesem Video.

Arduino ist eine quelloffene Plattform für interaktive Elektronikprojekte. Ein Mikrocontroller verknüpft verschiedenste Eingabesignale programmgesteuert mit diversen Ausgabesignalen. An der Technischen Fakultät der CAU wird auf dieser Grundlage ein Studieneingangsprojekt für die Elektrotechnik durchgeführt. Der einfache Zugang und die vielfältigen Möglichkeiten machen die Plattform jedoch ebenso für den kreativen Einsatz in der Lehre in anderen Fachbereichen interessant. Ob künstlerische Installation oder Audioguide, in Einzelprojekten oder Projektgruppen, auch fächerübergreifend – viele Einsatzbereiche sind denkbar und fördern nebenbei auch grundlegende digitale Kompetenzen der Studierenden.

Zukunft verstehen und gestalten im Marketing

Dass sich das Jahr 2020 so entwickeln würde, hätte wohl niemand vorhersehen können, auch kein Zukunftsforscher. Die Zukunft ist jedoch nicht immer eine Black-Box. Man kann versuchen sie zu prognostizieren, zu verstehen, vorherzusehen und zu gestalten. Das Lehrprojekt „Zukunft verstehen und gestalten im Marketing“ verfolgt das Ziel, zukünftig relevante Themen innerhalb des Lehr- und Forschungsbereiches Marketing zu identifizieren.

Text: Sara Blumberger, Nils Christian Hoffmann

 

Gemeinsam mit den teilnehmenden Studierenden des innovativen Lehrprojekts sollen zukünftige Herausforderungen erkannt und im Rahmen einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung verstanden werden. Der Lehrstuhl für Marketing hat innerhalb dieses Projektes im Wintersemester 19/20 ein Forschungsseminar angeboten, das sich mit dem Thema Konsum beschäftigte und in diesem Sinne unser zukünftiges Konsumverhalten kritisch unter die Lupe genommen hat.

Die Zukunft und die natürlichen Grenzen des Konsums

Klimawandel, CO2-Emissionen, Wasserknappheit, Regenwaldrodung, Bodendegradation, Brände in der Arktis, ansteigende Meeresspiegel, bedrohte Tierarten und vieles mehr…

Im Zuge der aufgeheizten aktuellen Debatte über die Auswirkungen unseres Konsums auf verschiedenste Bereiche des Lebens müssen sich Konsumierende die Frage stellen, ob das eigene Konsumverhalten nicht Ursprung oder mindestens Teil des Problems ist. Können wir in Zukunft weiter konsumieren wie bisher oder geht unser aktuelles Konsumverhalten letztlich auf Kosten unserer eigenen Zukunft? Ein Blick in die Zukunft lässt erkennen, dass unser vermeintlich grenzenloser Konsum langsam aber sicher an seine natürlichen Grenzen stößt. Der fortschreitende Klimawandel und seine nicht ignorierbaren Auswirkungen auf die Umwelt, unser Umfeld und unsere Gesellschaft zwingen unser Wirtschaftssystem und seine Akteure dazu, wirtschaftliches Handeln nachhaltiger zu gestalten.

Das Forschungsseminar hat in einem „Mixed-Methods-Ansatz“ qualitative mit quantitativer Forschung verbunden und den Studierenden hochspannende und relevante Einblicke in aktuelle und zukunftsträchtige Forschungsthemen der Professur für Marketing gegeben. Im Laufe des Seminars erlernten die Studierenden im Rahmen des Journal Clubs und eines Idea Labs die Erarbeitung, Umsetzung und Ausarbeitung eigener wissenschaftlich-fundierter Forschungsideen, die anhand verschiedener qualitativer und quantitativer Methodiken und Ansätze analysiert wurden.

Wissenschaft auf den Punkt gebracht – The Journal Club

Um die Studierenden auf den aktuellen Forschungsstand zu bringen und inhaltlich ins Thema einzutauchen, erarbeiteten die Teilnehmenden zunächst den State of the Art im Rahmen des Journal Clubs. Eine Veranstaltung, bei der die Studierenden je einen wissenschaftlichen Artikel lesen, erarbeiten und für ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen so aufbereiten sollten, dass die theoretischen Grundlagen, relevante Begrifflichkeiten und Definitionen sowie die Key Learnings des Artikels innerhalb eines kurzen Vortrages prägnant zusammengefasst und präsentiert werden konnten. Vorgestellt wurden Artikel, die sich mit Themen wie der Attitude-Behavior Gap zwischen ethischem und unethischem Konsumverhalten, nachhaltigen Lebensstilen oder den Auswirkungen unseres Lebensmittelkonsums auf die Umwelt befassen.

Neben der inhaltlichen Basis konnten Studierende im Zuge des Journal Clubs vor allem ihre Soft Skills im Bereich Präsentieren verbessern und lernen, viel Inhalt in kurzer Zeit so kompakt wie möglich zu vermitteln. Ein wichtiges Learning, das in der Unternehmenspraxis heute unabdingbar ist!

Ideensworkshop – The Ideas Lab

Im nächsten Schritt ging es darum, wissenschaftliche Inhalte in eigene Forschungsideen zu verwandeln. Dabei kamen verschiedene Kreativtechniken zur Ideenfindung im Rahmen des Ideas Lab zum Einsatz. Die Teilnehmenden schlüpften mit der Walt-Disney-Methode in zufällig ausgewählten Gruppen in die Rollen des/der Träumer*in, Realist*in oder des/der Kritiker*in, die entweder eine visionäre, realistische oder analytische Sichtweise auf die Problematiken des Konsums einnehmen und so verschiedene Lösungsansätze konkretisierten und kritisch diskutierten. Als Resultat brachte der Ideenworkshop die finalen Forschungsfragen der Studierenden hervor, die sich der Einstellung von Konsumierenden zu Themen wie dem Fleischkonsum, der Undurchsichtigkeit inflationärer CO2-Labels, dem Phänomen Flugscham und der Frage nach Nachhaltigkeits-Lehre in der Schule befassen. Mit diesen Themen setzten sich die Studierenden daraufhin in Gruppen eigenständig auseinander und analysierten die Fragestellungen mit Hilfe qualitativer Forschungsansätze, wie Fokusgruppeninterviews oder nethnographischer Analysen.

 

 

Der Zukunftsbericht

Die Zukunft und die natürlichen Grenzen des Konsums – so lautete nicht nur der Name des Seminars sondern auch der Titel des kürzlich veröffentlichten Zukunftsberichtes. Der Bericht fasst die Seminarergebnisse der Studierenden im Rahmen kurzer Seminararbeiten ihrer qualitativen Analysen konkret zusammen und informiert darüber hinaus über aktuelle, themenbezogene Forschungsprojekte der Professur aus Bereichen der klimafreundlichen Ernährung, indirekter Rebound-Effekte sowie Konsumentenverhalten in Zeiten der Digitalisierung und der Globalisierung. Für alle Interessierten ist der Bericht online abrufbar.